StartLiechtenstein Schloss Wilfersdorf

 

Die Wiege des Fürstenhauses Liechtenstein

Wilfersdorf ist das Stammschloss der regierenden Linie der Familie Liechtenstein.
Zu nennen ist besonders Fürst Gundaker, der mit seiner Familie im Schloss Wilfersdorf lebte und hier 1658 starb. Er ist Gründer jener Familienlinie, die heute im Fürstentum Liechtenstein ihren Sitz hat. Das Staatswappen des Fürstentums Liechtenstein ist das Wappen des Fürsten Gundaker.

Gundakers Sohn Fürst Hartmann (1613 - 1686) und seine Gattin Elisabeth Sidonia (1623 - 1688), die Eltern von 24 Kindern, die größtenteils in Wilfersdorf geboren sind, haben mit ihrem Kindersegen das Bestehen der Familie bis heute ermöglicht.

 

Schloss Wilfersdorf

An der Stelle des heutigen Schlosses stand im Mittelalter eine gotische Burg. 1436 gingen Burg und Herrschaft von den Herren von Maissau als landesfürstliches Lehen an die Herren von Liechtenstein. Unter der Herrschaft der Liechtensteiner erfolgte ein Umbau zu einem vierflügeligen Wasserschloss mit Bastionen, Graben und Vorwerk. 1713 bis 1721 erfolgte ein Umbau unter dem Fürsten Anton Florian durch den Architekten Johann Anton Ospel. 1802 musste die Schlossanlage wegen Baufälligkeit teilweise abgetragen werden. Noch im Jahre 1809 waren die Gemächer reich und geschmackvoll möbliert. Im selben Jahr - bei der französischen Invasion - wurde fast alles teils zerstört, teils beschädigt. 1604 bis 1686 was das Schloss Wilfersdorf die Residenz der Fürsten von Liechtenstein. Fürst Gundaker, der mit seiner Familie im Schloss Wilfersdorf lebte, ist Gründer der Familienlinie, die im heutigen Fürstentum Liechtenstein ihre Residenz hat.

2001/2002 erfolgte eine komplette Sanierung des Objektes mit der Aufgabe „Kultur und Wein“ zu präsentieren. Im Schloss-Hauptgebäude befindet sich die Dauerausstellung – Die Geschichte der Fürstlichen Familie Liechtenstein und deren Entwicklung aus der Stammregion, dem Niederösterreichischen Weinviertel. Im Nebentrakt ist seit 1985 das Heimatmuseum eingerichtet. Das Schloss beherbergt auch die Guts- und Forstdirektion der Stiftung Fürst Liechtenstein für die Niederösterreichischen Güter.

 

Wilfersdorf und Liechtenstein

Die Geschichte der Marktgemeinde Wilfersdorf ist untrennbar mit der Familie der Fürsten von Liechtenstein verbunden. Zahlreiche Denkmäler und Bauwerke im Ort zeugen von der bewegten Vergangenheit der einzig überlebenden Familienlinie. Das interessanteste und hervorstechendste Merkmal der Marktgemeinde ist das Schloss Wilfersdorf. Dieses Wahrzeichen wird oftmals als Brücke zu den vielbesuchten mährischen Liechtenstein-Schlössern bezeichnet. Im linken Seitentrakt des Schlosses ist heute das Museum untergebracht, das in zwei Hauptthemen gegliedert ist: Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein und die Geschichte der Großgemeinde Wilfersdorf.

Im Jahre 1436 wird durch Otto von Maissau die Burg und die Herrschaft Wilfersdorf dem Christoph II. von Liechtenstein als landesfürstliches Lehen vermacht. Die Liechtensteiner machten Wilfersdorf zum Mittelpunkt einer großen Herrschaft, der auch Mistelbach und Poysdorf eingegliedert waren. Gerade an die Zeit des Barock werden wir bei jedem Spaziergang durch den Ort erinnert. Sei es durch die schönen Giebel bzw. Fassaden aus dieser Zeit oder durch die Kapellen und Steindenkmäler.

 

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