top of page
Altlichtenwarth Hutsaulberg Sehenswürdigkeit Niederösterreich

Altlichtenwarth

Der Name des Ortes besagt, dass hier einst – wir wissen nicht wann – ein Beobachtungsposten, eine Warte, gestanden hat. Ungefähr 1 km vom vermutlichen Standplatz dieser Warte entfernt, wurde (auf dem Leeberg) eine vorgeschichtliche Begräbnisstätte mit Urnen aus der Jungsteinzeit gefunden, die der sogenannten Linearbandkeramik von 4.000 – 3.200 v. Chr. angehören. Es bestand also vermutlich bereits vor etwa 5000 Jahren hier eine Siedlung.

ist eine Gemeinde mit 758 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)


Die älteste Erwähnungen des Ortes aus der Zeit Heinrich I. 11 v.Liechtenstein (1230/65). Heinrich nannte sich auch nach Lichtenwarth, wie aus der Aufschrift eines Siegels aus 1258 zu ersehen ist. (Einfügung It.Wilhelm-Stammtafel : T.1 II-2 : .. Die Brüder Dietrich 1.10, Albert 12 batten die Güter südlich der Donau-Buirg Liecbtenstein,Petronell,Robray und Heinrich den Besitz nördlich der Donau mit Residenz vorerst in Liechtenwart, dann in Nikolsburg.)

In seinem Testament vermachte Heinrich 1. 11 v.Liechtenstein den Erben nach seiner 2.Frau Mechtild u.a. das Castrum (Burg) Lichtenwarth mit 2 Befestigungen. Es dürften die Burgen Alt- und Neulichtenwarth gemeint sein (Falke 1 510). Im Babenbergerurbar erscheint in Eichenbrunn einmal Heinrich v.Liechtenstein, einmal Heinrich v. Lichtenwarth.

1256 ? ... Auf dem Hutsaulberg mag auch jene Burg gestanden haben, von der es im Testamente Heinrichs von Liechtenstein aus dem Jahre 1256 heißt :"Ich vermache meinen Erben .... die Burg Lichtenwarth als zwei Befestigungen und Wrintz (Würnitz?) als dritte Befestigung“. Ob die zweite Burg auch hier oder in Neulichtenwarth (heute St.Ulrich) stand, wissen wir nicht ...

hutsaulbergsommerbetrieb (c) Berger
hutsaulbergsommerbetrieb (c) Berger

Der Name Hutsaul bedeutet Hutsäule. Dem Volksglauben nach stand hier einst eine Säule, die, sobald sich ein Feind zeigte, umgeworfen wurde, worauf sich die Bewohner in die Erdställe flüchteten.


Die Kirche, dem hl. Nikolaus geweiht, steht fast inmitten des Dorfes am Südhang des Hutsaulberges, höher als der größte Teil des Dorfes, das gesamte Ortsbild beherrschend. Sie ist eine alte Wehrkirche und stammt aus der Zeit vor der ersten bis jetzt nachweisbaren Nennung des Ortes, also vor 1234. Noch in den Jahren um 1780 war, wie Pfarrer Weigl in seinen Pfarrmemorabilien angibt, im Turm die Jahreszahl 1111 zu lesen, im Jahr 1939 wurden im Seitenschiff spätromanische Fresken aus etwa 1280 entdeckt.


Kirchen Altlichtenwarth (c) Lubomir Mihalik
Kirchen Altlichtenwarth (c) Lubomir Mihalik

1391 gaben die Liechtenstein das Patronatsrecht der Pfarre Altlichtenwarth an Passau, gewannen es 1409 durch Tausch mit der Frauenkapelle auf der Stetten zu Wien zurück. (Maria am Gestade It.Dr.Weissensteiner im Artikel der Pfarr- und Alltagsgeschichten).

1414 im Urbar erwähnt- 1 Ganzlehen, 3 Halblehen, 12 Hofstätten und 4 Fleischbänke und ist damit geringer als in den Wüstungen Rotenlehm und Schönstraß. In Altlichtenwarth, Schönstraß und Rotenlehm die Herren v.Liechtenstein Richter von einem Gemerk zum andern.

1570 erhält Heinrich IX. 125 v.Liechtenstein bei der Teilung des Familienbesitzes Hohenau, Hausbrunn und Alt-Lichtenwart.

Schon im Jahr 1580 unterhielt Pfarrer Thomas Distelmayer (auch Dittelmayer) einen Schulmeister, dessen Schule aber nur von sieben Knaben besucht wurde. Erst wieder 1707 wird der aus Bernhardsthal stammende Christian Cyprian als Schulmeister genannt. Die alte Pfarrschule war im heutigen Haus Nr. 98 neben dem Pfarrhof untergebracht.

1590 laut Bereitungsbuch - Die Herren von Liechtenstein (zu Rabensburg) haben die Ortsobrigkeit und die überwiegende Grundherrschaft. In Liechtenwarth besitzen sie 48 von 60 Häusern. Ortsobrigkeit : Herr Georg Ersam v.Liechtenstein gen Rabensburg. Weitere Grundinhaber Herr Bischof zu Passau, Mailberg, Pfarrer zum Herr Paumgarten, Herr Eustachius von Althan gen Walterskirchen.

Am 14.3.1777 erteilt Fürst Franz Josef I. 250 v.Liechtenstein als Patron der hiesigen Kirche seine Zustimmung, daß der Pfarrhofbau aus den Mitteln der Kirche ohne Interessen bezahlt werden dürfe.

Neben der Kirche liegt der 1778 erbaute einstöckige Pfarrhof.

 

Hausbrunn war früher eine Filiale der Pfarre Altlichtenwarth, doch mit 1. Mai 1784 wurde sie selbstständig.

1795 laut Topographischen Landschematismus ist Lichtenwerd im Besitz der Liechtensteiner. Diese haben die Ortsobrigkeit und die alleinige Grundherrschaft. Die Herrschaft Rabensburg übt auch das Landgericht aus.

1822 Laut Topographischen Landschematismus haben die Liechtensteiner (neben anderen Grundherren) die Ortsobrigkeit in Lichtenwarth. Zugehörig der Herrschaft Rabensburg, die auch das Landgericht besassen. Weitere Grundinhaber - Poisbrunn, Pfarre Lichtenwarth, Herrschaft Wilfersdorf.


Die Liechtensteiner waren seit dem Mittelalter Grundherren in Altlichtenwarth. Schloß Rabensburg war bis 1848 Sitz des Landgerichts, der Orts – und Conscriptionsobrigkeit, also zuständig für Rechtsangelegenheiten, Bestellung der Ortsrichter, Bereitstellung von Rekruten. Der größte Teil der Höfe waren der Herrschaft Rabensburg abgabenpflichtig, einige der Pfarrherrschaft Altlichtenwarth und einige der Herrschaft Poisbrunn.

Patronat seit 1409 bis zum Patronatsverzicht durch den Fürsten Franz Josef II.  v.Liechtenstein im Jahr 1968 (von der Erzdiözese Wien angenommen mit Wirkung ab 1978) war Altlichtenwarth durch mehr als ein halbes Jahrtausend Patronatspfarre der Fürsten von Liechtenstein.


TopoTek Sammlung Edl
TopoTek Sammlung Edl

Liechtenstein · Gedenkstein (Hutsaulbergstraße) Widmung Vorderseite : Dem Wohltäter derMenschheit zum getreuen Andenken 1858-1908"Südseite : Dem regierenden Fürsten Johann Il von und zu Liechtenstein. Der mächtige Marmorblock mit den Inschriften wurde anlaßlich des 50. Regierungsjubillums des Fürsten johann Il. aufgestellt. Seit dem Mittelalter hatten die Liechtensteiner das Patronat über die Pfarrkirche St.Nikolaus. Der Stein stand ursprünglich an dem Platz Ecke Kaiser Franz Josefstraße- Kirchengasse gegenüber des Pfarrhofes und wurde in den 70-er Jahren an den heutigen Platz übertragen.


Gutshof Liechtenstein 1957 Topotek (c) Edl - Mokesch
Gutshof Liechtenstein 1957 Topotek (c) Edl - Mokesch

1993 wurde der Gutshof an die Gemeinde Altlichtenwarth verkauft. Verwendung als Bauhof und teilweise Parzellierung für Einfamilienhäuser. Das ehemalige Verwalterhaus wurde an den Gutsinspektor verkauft.


Zusammengestellt von Horst Obermayer MSc. nach Unterlagen von: Gedächtnis NÖ, Franz Thiel und einer Vorlage von Hans Huysza - Liechtenstein Museum Wilfersdorf


Gemeindeinfo

Florianigasse 150, 2144 Altlichtenwarth, Österreich

Sehenswürdigkeiten

Altlichtenwarth Gutshof

Altlichtenwarth Gutshof

Mistelbach

Gedenkstein Hutsaulberg

Alrlichtenwarth Hutsaulberg

Mistelbach

Gallerie

WIR SIND FÜR SIE DA

weinviertel-logo-einzeilig-orange-transparenter-hintergrund (1).png
logo Kulturland NÖ.jpg
eu-development.jpg

Kultur- und Tourismusverein

Liechtenstein Schloss Wilfersdorf

Adresse: Hauptstraße 1, 2193 Wilfersdorf

 

Öffnungszeiten Schloss: 1. April bis 1. November

Dienstag bis Sonntag sowie feiertags 10 bis16 Uhr

Tel.: +43 (0) 2573/3356 ​​

​office@liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at​

ZVR: 041065978

KTV Logo transparentweb.png
  • Instagram
  • Facebook
logo_footer_TAZ.png
OEMG-Logo-Signet-rund-1335px.png
CARD NL_2021_ERW.png

Impressum  Datenschutz​

​

© 2025 Kultur- und Tourismusverein Liechtenstein Schloss Wilfersdorf 

bottom of page