Schrattenberg Kirche 3 Faltigkeit
Geschichte der Pfarrkirche
Die erste Kirche wurde um 1330 (Gründung der Pfarre) im gotischen Stil erbaut und wurde dem hl. Pankratius geweiht. In der Zeit des Protestantismus schien die Kirche nicht mehr in Stand gehalten. Dadurch wurde nach 1600 ein teilweiser Neubau, vielleicht auch nur eine Vergrößerung notwendig, welche im Jahre 1639 erfolgte. Die Materialien zum Bau lieferte das Fürstenhaus Liechtenstein.
Die Kirche war durch Brände (besonders 1685 und 1817/18) und Hochwasser stark beschädigt, baufällig und für die wachsende Gemeinde zu klein. Nach langwierigen Verhandlungen über die Finanzierung und die Baulast zwischen der Pfarre und dem Patronat (Pfarre Großkrut) wurde der Entwurf des fürstlichen Architekten Poppelak im Jahr 1829 zur Umsetzung bestimmt. Fürst Johann von und zu Liechtenstein versprach der Gemeinde die Abgabe von 400 000 Ziegeln und der notwendigen Steine zum Erzeugerpreis.
Der Bau schritt zügig voran; bereits im Juli 1830 waren rund 200.000 Ziegel verbaut. Die Architektur folgte dem damals modernen klassizistischen Stil mit einer markanten Kuppel. Das Gebäude wurde als massiver Ziegelbau errichtet, der die alte Kirche vollständig ersetzte.
Am 7. Jänner 1831 wurde mit dem Bau des Turmes begonnen und am 29. Juli die Gleiche erreicht. Am 6. August 1831 wurde das Turmkreuz, am 30. August die Glocken aufgezogen.
Das Turmkreuz ist 170 cm hoch, und stammt von der Schlosskapelle Eisgrub.
Am 18. Dezember 1831 wurde die Kirche vom Dechant von Staatz, Joseph Mayer, auf den Namen des hl. Johannes des Täufers, als Schutzpatron gesegnet. Neu war der Hochaltar, die Kanzel und das Pflaster im Presbyterium.
Fürst Liechtenstein spendete 1832 das Bild des hl. Franziskus, des Namenspatrons der jungen Fürstin. Dieses Kunstwerk ziert bis heute noch immer die Kirche.
Weil die Kirche keine Seitenaltäre besaß und auch unter den Fenstern sich gravierende nde Risse zeigten, ließ der Pfarrer im Jahre 1854 die Wand durchbrechen ein Gewölbe darüber errichten. Die Malerarbeiten spendete der Fürst Liechtenstein.
Auf Kosten des Fürsten Liechtenstein wurde die Kirche 1908 von zwei Kunstmalern aufs prächtigste ausgemalt, 1909 neu gepflastert und mit einer mannshohen Steinverkleidung im Innern versehen.
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Adresse
Kirchenpl. 3, 2172 Schrattenberg bei Poysdorf, Österreich
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